SchmuDo Jona

27.02.2014

 

Als erstes muss ich voraus schicken, dass in den letzten vier Tagen meines Lebens, so unglaublich viel passiert ist, dass mein Hirn bereits wieder Sachen gelöscht hat, die es eigentlich unbedingt behalten sollte. Deshalb hoffe ich, dass es mir niemand übel nimmt, wenn da das eine oder andere Erwähnenswerte, in diesem Bericht unabsichtlich unerwähnt bleibt.

 

Wir schreiben den 27. Februar 2014. Einige hatten das lange Wochenende von Rapperswil noch in den Knochen, andere waren zu diesem Zeitpunkt bereits wieder ganz rehabilitiert  und bereit für neue Schandtaten. Auf jeden fall hat man schlauerweise den Apérotermin von 10.00 Uhr auf zwischen Elf und Zwölf verlegt. Dies in weiser Voraussicht, da es bei einem Umzugsstarttermin von 16.30 Uhr eventuell zu einigen Ausfällen kommen könnte, wenn man bereits um zehn mit „Schminken“ beginnt. Es war ein kleines Grüppchen, welches dann auch bei Raimi eintraf. Einige waren noch arbeiten und andere am Bankett der Wurstkranzbrüder  -  und aus erfahrung weiss man, was das heisst. Diese stiessen dann allerdings noch vor Umzugsbeginn dazu und das breite Lächeln und der unstete Schritt verriet uns doch einiges.

 

Wie immer am Joner Umzug waren wir leider nur sieben Achtel der Strecke spielfähig, da uns auf der Höhe des Stadttors jedes Mal nette Ehemalige mit feinem Luz verpflegen und versuch da mal noch zu spielen.  Dann noch kurz zwei Liedchen trällern, ein Würsten verdrücken und ein Bierchen oder Sektchen trinken (Dank den Wurstbrüdern) und schon hatten wir eine halbe Stunde Verspätung zu unserem ersten Auftritt. War aber nicht weiter tragisch, da wir dort auch gerade assen und dafür waren wir noch genug früh dort. Nach und nach trafen dann auch die noch fehlenden Mitglieder ein, bis wir dann vollzählig der Joner Fasnacht den Rücken kehrten und zu Primel in den Car Richtung Kanton Mord und Totschlag stiegen.

Die Stimmung lies nichts zu wünschen übrig und mit blendender Motivation kamen wir dann auf dem Festgelände in Altendorf an – gaaanz alleine. Nun gut, wir machten uns dann mal über das kulinarische Angebot her, während sich ohne dass wir es mitbekamen das ganze Festgelände mit Millionen von Fasnächtlern füllte und das grosse Festzelt langsam aus allen Nähten zu platze drohte. Natürlich cool für uns, da wir um zehn Uhr unseren Auftritt hatten. War echt grandios vor so einem Publikum zu spielen. Auch was danach noch kam, darf man als grandios bezeichnen. Z.B. ein Remake des heissen Stuhls, Weisswein bis zum abwinken, Erfindung neuer It-Getränke, ein Luz nach dem andern, Reiten in der Prärie und andere sportliche Aktivitäten.

 

Um Mitternacht verliessen wir dann das sinkende Schiff, um wieder in heimischen Gewässern zu fischen. Auch in Jona war das Partylevel bereits auf dem Höhepunkt und nachdem ich noch ein Selfie mit Vujio geschossen habe, war der Abend sowieso gerettet. Die fünf Party-Hot-Spots in Jona waren gerangelt voll und bis in die frühen Morgenstunden bewirtet (obwohl es bei vielen, eigentlich besser gewesen wäre, hätten sie nichts mehr bekommen (schreibende selbstverständlich ausgeschlossen)). Nachdem ich dann irgendwann alle Rondos verloren hatte – oder sie mich absichtlich haben sitzen lassen  -  gab es nur noch eines zu tun: Frühstück im Räber. Dieses Jahr eine äusserst ausgefallene Version in Form von einem Lachsteller mit Zwiebeln und Kapern und dazu eine erlesene Flasche Prikelwasser (hätte mich fast gekillt), in sehr netter Gesellschaft von zwei lieben Harlekinos und einem Schlosshüüler, den ich bereits in Rapperswil zum Frühstück getroffen habe.  Nachdem dann der Champagner in meinem Kopf etwa die selbe Wirkung erzielte wie ein atombetriebenes Untersehboot in einem 90 Liter-Aquarium, nahm ich dies als Zeichen, um langsam auch mein vorübergehendes Heim anzusteuern und mich aufs Ohr zu Hauen. Ein SchmuDo, wie er im Buche steht.